Die Wassermühle in Taubach bei Weimar

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Dort wo Wasser ist, finde ich immer wieder zu innerer Ruhe. Dabei haben sowohl die Geräusche langsam fließenden als auch leise sprudelnden Wassers eine beruhigende und ausgleichende Wirkung. Das muß ganz einfach daran liegen, dass Wasser unser eigentlicher Ursprung ist.

Wassermühle Taubach / Blick von der Brücke Vielleicht ist das einer der Gründe, warum es mich mit meinem Fahrrad immer wieder nach Taubach zieht. Radfahren ist etwas, was ich zur Erholung und Entspannung ganz einfach brauche. Hier in Weimar gibt es viele Möglichkeiten dazu. Mich zieht es dabei immer wieder auf den Ilmtal-Radwanderweg. Es handelt sich hierbei um einen Radweg, der in den letzten Jahren immer weiter verbessert wurde.Wurde man in den ersten Jahren nach der Wende auf steinigem Weg noch ganz schön durchgeschüttelt, fährt man heute den größten Teil der Wegstrecke schön ruhig und gemütlich. Sogar meine stark lädierten Bandscheiben sind es zufrieden. Die eine Richtung des Ilmtal-Radwanderweges führt in Richtung Saale und trifft sich mit dem Saale-Radwanderweg und in der anderen Richtung kommt man an eben dieser von mir genannten Wassermühle in Taubach vorbei. Als ich das erste mal hier vorbeigekommen bin (ich hatte zu dieser Zeit keine Ahnung von der Existenz dieser Mühle) dachte ich bei mir: "Andere Leute müssen stundenlang mit dem Zug oder Auto fahren um so etwas zu sehen, ich habe es direkt vor der Haustür."

Wassermühle Taubach / Anfahrt vom Ort Taubach aus Die Mühle befindet sich am südwestliche Ortsrand Taubachs, direkt an der Ilm. Sie besteht aus einem Wohn- und Mühlengebäude in einem zweiseitig bebauten Hof. Dank der rührigen Eigentümer, die die Mühle seit Generationen betreut, verfügt sie noch über ein komplett erhaltenes technisches Inventar. An bestimmten Tagen im Jahr (Tage des offenen Denkmals, Mühlentagen u.a.) kann man sich die Mühle auch von Innen ansehen. Wassermühle Taubach / Blick auf das Hauptgebäude Zum ersten male erwähnt wurde die Mühle im Jahr 1120. Sie ist damit der älteste urkundlich erwähnte Mühlenstandort im Landkreis. Die heutige Anlage wurde nach 1723 mehrfach verändert. Bis 1990 wurde hier noch in der Schrotproduktion gearbeitet. 1991 erhielt die Mühle, für Anschauungszwecke und zur Stromerzeugung, ein neues Wasserrad. Seit einiger Zeit hat sich auch eine kleine Pension etabliert. Wer also einmal abseits aller Hektik und Trubel entspannen will, ist hier gut aufgehoben. Angenehme Sitzplätze bieten die Möglichkeit zum Verweilen. Ein überdachter Rastplatz lädt dazu ein, ein "Kaffekränzchen" zu veranstalten (Kaffee und Kuchen muß man allerdings selbst mitbringen). Direkt am Wasser steht eine gemütliche Bank. Wer sich dort hinsetzt, sollte aber immer mit der Neugier eines "ortsansässigen" Schwanes rechnen. Der kommt dann gern mal aus dem Wasser und kontrolliert die Besucher auf seine Weise.
Wassermühle Taubach / Rastplatz im 'Mühlengarten' An "Tagen der Öffentlichkeit", besteht auch die Möglichkeit, auf dem Mühlengelände selbst auszuruhen und den Anblick zu geniesen.
Will man seinen Weg dann fortsetzen, gibt es mehrere Möglichkeiten.So kann man z.B. als Radfahrer seinen Weg auf dem Ilmtal-Radwanderweg fortsetzen, etwa in Höhe von Mellingen an der Autobahnabfahrt den Feiningerturm besuchen und anschließend auf dem Feininger-Radwanderweg weiterradeln. Für Fußgänger bietet sich an, den Rückweg über den Schloßpark Belvedere zu nehmen. Wer aber nach Weimar zurück will kann auch den gleichen Weg den er gekommen ist wieder zurückgehen. Egal welchen Weg man nun wählt, man nimmt immer einen Weg durch pralle, unverfälschte Natur

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Wie kommt man nach Taubach?
Man kann zu Fuß oder mit dem Fahrrad in Weimar im Park an der Ilm starten und geht den Ilmtal-Radwanderweg am Bienenmuseum und der Kirche Oberweimar vorbei. Ist man an der Ilm angekommen, kann man geradeaus den ausgewiesenen Radweg über Pappelalle und Ehringsdorf wählen. Es bleibt aber auch der alternative Weg nach links direkt an der Ilm entlang durch die Ilmwiesen. Da das aber nur ein "Trampelpfad" ist, sollte man gut zu Fuß sein. Ansonsten hält man sich immer an die Wegweiser des Radweges. Die Entfernung beträgt ca. 5 km. Eine günstige Abstellmöglichkeit für das Auto ist in Weimar Beethovenplatz das unterirdische Parkhaus. Was man hier zu bezahlen hat hält sich in erfreulichen Grenzen.
Will man den Fußweg etwas verkürzen, kann man sein Auto auch in Ehringsdorf abstellen, läuft bis zur Bushaltestelle der Linie 1 an der Ilmbrücke und biegt dort in den bereits genannten Wanderweg ein. Von hier sind es vielleicht noch 2-3 Kilometer. Wer von weiter weg über die Autobahn kommt, nimmt die Abfahrt Apolda und biegt an der Ampelkreuzung in Mellingen nach links in Richtung Weimar/Taubach. Der nächste Ort ist dann schon Taubach. Dort hält man sich dann halblinks abwärts zur Mühle.